14. Haftung für Personen- und Sachschäden

14.1 Allgemeine Bedingungen

Im Fall eines Unfalls haftet Flyvalan wie folgt:

  • Die Haftung ist auf den nachgewiesenen Schaden beschränkt. Flyvalan ist nicht für indirekte Schäden oder Schäden, die nicht ausreichend bewiesen sind, oder für jede Form von Entschädigung, die über den entstandenen Schaden hinausgeht, haftbar.
  • Flyvalan ist nicht für Schäden haftbar, die aus (i) der Einhaltung der Gesetze oder (ii) der Verletzung von Gesetzen und/oder dieser allgemeinen Bedingungen durch den Fluggast entstehen.
  • Die allgemeinen Transportbestimmungen gelten für Bevollmächtigte, Mitarbeiter und Vertreter von Flyvalan in gleicher Weise und in gleichem Ausmaß wie für Flyvalan selbst. Die Summe, die von Flyvalan und ihren Bevollmächtigten, Mitarbeitern, Vertretern und berechtigtem Personal eintreibbar ist, übersteigt die entsprechende Haftungssumme von Flyvalan, falls eine besteht, nicht.
  • Das Recht auf Entschädigung verfällt, wenn nicht innerhalb von 2 Jahren ab dem Ankunftsdatum am Bestimmungsort oder ab dem Datum, an dem das Flugzeug hätte ankommen sollen, oder ab dem Datum, an dem die Beförderung hätte enden sollen, Maßnahmen eingeleitet werden.

14.2 Körperverletzung

Flyvalan ist für Verletzungen oder Tod in Übereinstimmung mit den Bedingungen und in dem Umfang wie in (i) der Verordnung (EG) 2027/97 und (ii) dem Übereinkommen von Montreal haftbar, die bzw. den der Fluggast durch einen Unfall, der an Bord des Flugzeuges oder während des Ein- und Aussteigens des Fluggastes in bzw. aus dem Flugzeug stattfand, erlitt.

Ungeachtet der oben ausgeführten Bestimmungen ist Flyvalan nicht haftbar, wenn

  • der Tod, die Verletzungen oder eine andere körperliche Beeinträchtigung auf den Gesundheitszustand oder die physische oder mentale Verfassung des Fluggastes zurückzuführen ist, die/der bereits vor dem Einsteigen des Fluggastes in das Flugzeug gegeben war, oder
  • der Schaden auf Fahrlässigkeit des Fluggastes oder seine gesundheitliche Verfassung, die bereits vor Einsteigen in das Flugzeug bestanden hat, zurückzuführen ist.

Es gibt keine finanzielle Haftungsobergrenze für die Haftung bei Tod oder Körperverletzung von Fluggästen. Bei Schäden bis zu 113.100 Sonderziehungsrechten (SZR), die rechtmäßig anerkannt und nachgewiesen werden müssen, hat das Luftfahrtunternehmen kein Recht, die Forderung zu bestreiten.

Bei Schäden über 113.100 SZR kann das Luftfahrtunternehmen die Forderung bestreiten, wenn nachgewiesen werden kann, dass der Schaden nicht auf ein rechtswidriges und schuldhaftes Handeln oder Fahrlässigkeit des Luftfahrtunternehmens zurückzuführen ist.

Die erstattbare Summe deckt die Schadenbehebungskosten in freiwilliger, einvernehmlicher Lösung je nach Urteil eines Experten oder eines zuständigen Gerichts.

Flyvalan entschädigt den Fluggast ausschließlich für jene Schadenbehebungskosten, die nicht von anderen Zahlungen öffentlicher Sozialeinrichtungen oder ähnlichen Institutionen getragen werden.

Flyvalan behält sich das Recht vor, Drittparteien, darunter Ansprüche auf staatliche Beihilfen und Entschädigungen, ohne Beschränkung anzufechten.

Flyvalan leistet eine Vorauszahlung der Entschädigung im Todesfall und bei Verletzungen, die auf einen Luftverkehrsunfall zurückzuführen sind.

  • Flyvalan entschädigt die Person(en), die ein Recht auf eine Entschädigung haben, mit einer Vorauszahlung, um die Kosten für ihre unmittelbaren Bedürfnisse im Verhältnis zum entstandenen Schaden zu bezahlen. Im Todesfall beläuft sich die Vorauszahlung auf mindestens 16.000 Sonderziehungsrechte pro Fluggast.
  • Die Vorauszahlung wird binnen 15 Tagen nach Überprüfung der Identität der Person(en), die Recht auf eine Entschädigung haben, getätigt. Diese Zahlung stellt keine Haftungsanerkennung dar und wird von der gesamten zu bezahlenden Haftbarkeitssumme gemäß diesem Abschnitt abgezogen. Sie ist nicht erstattbar, mit Ausnahme der in Artikel 20 des Übereinkommens von Montreal dargelegten Fälle oder wenn kein Recht auf die Entschädigung besteht.