6. Gepäck

6.1 Allgemeine Bestimmungen

Die Gepäckabgabe hängt davon ab, welcher Tarif gewählt wurde. Fluggäste, die ein Gepäckstück aufgeben möchten, müssen eine zusätzliche Gebühr pro Flug entrichten, die sie der Servicegebühren-Tabelle entnehmen können.

Der Fluggast muss zur Identifizierung ein Schild mit seinen Daten auf dem Gepäckstück anbringen. Flyvalan ist ab dem Zeitpunkt, zu dem der Fluggast das Gepäck aufgibt, für dieses verantwortlich. Das Luftfahrtunternehmen stellt dem Fluggast eine Gepäckidentifizierungsmarke mit einem Identifikationscode zur Verfügung, der auf dem Gepäckstück angebracht und dem Fluggast zur Abholung des Gepäckstücks ausgehändigt wird.

6.2 Gepäckeinschränkungen

Folgendes darf nicht als Gepäck transportiert werden:

  • Gegenstände, die nach Ermessen des Luftfahrtunternehmens nicht ausreichend verpackt sind oder eine Gefahr für das Flugzeug, die Besatzung oder andere Fluggäste darstellen können. Alle Waren und Güter, auf die diese Bestimmung zutrifft, sind den Vorschriften der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) und der Internationalen Flug-Transport-Vereinigung (IATA) zu entnehmen.
  • Zerbrechliche und/oder verderbliche Gegenstände, Bargeld oder begebbare Wertpapiere, Währungen, Wertpapiere, Edelsteine oder -metalle, elektronische Geräte, Computer, Wertgegenstände und persönliche Dokumente.
  • Feuerwaffen oder ähnliche Gegenstände, mit Ausnahme von Waffen zu Sport- und Jagdzwecken. Sport- und Jagdwaffen können als aufgegebenes Gepäck transportiert werden, sofern diese gesichert, in einer harten Hülle verpackt (um Beschädigungen während des Fluges zu verhindern) und nicht geladen sind. Der Fluggast muss die Mitnahme von Feuerwaffen zum Zeitpunkt der Buchung angeben und die erforderliche Genehmigung vorlegen. Es liegt in der Verantwortung des Fluggastes, sich über die Einschränkungen eines jeden Landes zu informieren. Zusätzlich zur Waffe ist der Fluggast zur Mitnahme von maximal 5 kg Munition berechtigt, die angemessen und von der Feuerwaffe separat verpackt werden muss. Die Feuerwaffe und die Munition dürfen nicht in ein und demselben Behältnis transportiert werden. Der Transport von Munition unterliegt den internationalen Bestimmungen zur Beförderung gefährlicher Güter.
  • Das Luftfahrtunternehmen behält sich das Recht vor, die Aufgabe antiker Klingenwaffen (Schwert, Messer und Degen) als Gepäck zu genehmigen.
  • Lebende Tiere, mit Ausnahme der Bestimmungen in diesen Bedingungen.
  • Gegenstände, deren Mitnahme aus Sicht des Luftfahrtunternehmens aufgrund des Gewichtes, der Gestalt, Größe, Form oder Art nicht angebracht ist.
  • Artikel und Gegenstände, deren Beförderung von Gesetzes wegen im Ursprungs- oder Zielland untersagt ist.

6.3 Gegenstände, die als gefährlich eingestuft werden.

Im Gepäckraum oder in der Kabine dürfen ohne vorherige ausdrückliche Genehmigung keine Elemente befördert werden, die das Flugzeug, die Personen oder Güter an Bord des Flugzeugs in Gefahr bringen, so wie diese in den Vorschriften über Gefahrengüter der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und der Internationalen Flug- und Transportvereinigung (IATA) festgelegt wurden. Dazu gehören u. a. Gasflaschen, entflammbare Flüssigkeiten und Feststoffe, Gifte, radioaktives Material, korrosive Substanzen, Feuerwaffen und Sprengstoffe.

6.4 Recht des Luftfahrtunternehmens, Gepäck abzulehnen

Das Luftfahrtunternehmen behält sich das Recht vor, bestimmte Gegenstände aus Sicherheits- oder betrieblichen Gründen nicht zu befördern.

6.5 Recht des Luftfahrtunternehmens, das Gepäck zu durchsuchen

Das Luftfahrtunternehmen oder Behörden haben das Recht, ab dem Zeitpunkt, in welchem der Fluggast das Gepäck aufgibt, dieses jederzeit aus Sicherheitsgründen teilweise oder vollständig mit erforderlichen technischen Geräten oder von Mitarbeitern durchsuchen und inspizieren zu lassen. Durch die Annahme dieser Bedingungen erklärt sich der Fluggast ausdrücklich damit einverstanden, dass sein Gepäck so oft wie nach Ermessen von Flyvalan oder den Flughafenbehörden erforderlich durchsucht und inspiziert werden kann. Das Luftfahrtunternehmen ist für keinerlei Beschädigung am Gepäck (z. B. aufgebrochene Schlösser, Versiegelungen oder Verpackungen), die durch das Durchsuchen oder Inspizieren entstanden ist, verantwortlich, sofern nicht nachgewiesen werden kann, dass diese auf eine Fahrlässigkeit während der Inspektionen zurückzuführen ist.

Das Luftfahrtunternehmen hat das Recht, Fluggästen, die der Durchsuchung und Inspektion ihres Gepäcks nicht zustimmen, das Boarding zu verweigern. In einem solchen Fall ist das Luftfahrtunternehmen in keinster Weise haftbar und nicht dazu verpflichtet, den Flugticketpreis zu erstatten. Flyvalan behält sich außerdem das Recht vor, das Gepäckstück eines Fluggastes an lokale Behörden zu übergeben, wenn das aufgrund widerrechtlicher Inhalte als notwendig erscheint.

6.6 Gepäckmitnahme pro Fluggast

Jedes Gepäckstück, das ein Fluggast aufgeben möchte und für dessen Mitnahme zusätzliche Kosten anfallen, darf ein Gewicht von 20 kg nicht überschreiten.

6.7 Übergepäck

Übersteigt das aufgegebene Gepäckstück die oben angeführte Gewichtsgrenze, muss der Fluggast, der ein Gepäckstück mit bis zu 32 kg aufgeben möchte, einen zusätzlichen Betrag entrichten. Pro Fluggast dürfen maximal 50 kg Gepäck aufgegeben werden. Flyvalan kann die Mitnahme von Gepäck, das den oben angegebenen Grenzwert überschreitet, verweigern, wenn die Flugbedingungen das erfordern.

6.8 Handgepäck

Jeder Passagier kann ein Handgepäckstück mit einer maximalen Größe von 55 x 40 x 20 cm sowie zusätzlich eine kleine Tasche von 35 x 20 x 20 cm mit sich führen. Beide Gepäckstücke dürfen jedoch zusammen in keinem Fall mehr als 10 kg wiegen.

Aufgrund von limitierten Platzmöglichkeiten an Bord, können nur 75 Handgepäckstücke (55 x 40 x 20 cm) in der Kabine transportiert werden. Alle Übrigen werden kostenlos im Flugzeug-Bauch verstaut.

Handgepäck, das die Unternehmensbestimmungen verletzt (d. h. zu groß oder zu schwer ist oder mehr als ein Handgepäck pro Fluggast), wird dem Fluggast am Flugsteig abgenommen und im Frachtraum des Flugzeuges befördert. Dafür fallen zusätzliche Kosten an, die der Servicegebühren-Tabelle zu entnehmen sind.

Das Luftfahrtunternehmen behält sich das Recht vor, die Buchung zu stornieren und jenen Fluggästen das Boarding zu verweigern, die sich nicht an die obigen Anforderungen für Handgepäck halten.

Das Handgepäck muss entweder in den geschlossenen Fächern über den Sitzen, unter dem Sitz des Fluggastes oder an einem anderen Ort nach Anweisung des Kabinenpersonals verstaut werden. Der Fluggast ist für jegliche Schäden, die Flyvalan oder Dritten durch sein Gepäck entstehen, verantwortlich, sofern der Schaden nicht auf die Nachlässig von Flyvalan zurückzuführen ist.

Gegenstände (einschließlich Musikinstrumente und ähnliche Gegenstände), die die gestatteten Dimensionen überschreiten, aber nicht im Frachtraum des Flugzeuges befördert werden können, dürfen nur mit an Bord genommen werden, wenn der Fluggast Flyvalan 24 Stunden vor Abflug darüber informiert. Flyvalan muss eine Genehmigung zur Mitnahme solcher Gegenstände an Bord erteilen. Es wird eine zusätzliche Gebühr erhoben.

In Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Verordnung (EU) 185/2010 dürfen die folgenden Gegenstände nicht mit an Bord genommen werden:

  • Feuerwaffen und sonstige Geräte, die zum Abschießen von Projektilen bestimmt sind, wie z. B. Pistolen, Armbrüste, Revolver, Gewehre, Flinten etc.
  • Betäubungsgeräte, wie z. B. elektrische Pistolen, Betäubungssprays, Pfeffersprays etc.
  • Gegenstände mit scharfen Spitzen oder Kanten, wie z. B. Äxte, Messer, Eispickel, Scheren und Messer mit einer Klinge, die länger als 6 cm ist, Schwerter etc.
  • Werkzeuge, die schwere Verletzungen hervorrufen oder die Sicherheit des Luftfahrzeugs gefährden können, wie z. B. Bohrer, Sägen, Lötlampen etc.
  • Stumpfe Gegenstände, die schwere Verletzungen hervorrufen können, wenn sie als Schlagwaffe eingesetzt werden, wie z. B. Baseballschläger, Golfschläger, Ausrüstungen für Kampfkünste etc.
  • Brandstoffe und -sätze wie Munition, Minen, Granaten, Dynamit, Schießpulver etc.

In Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Verordnung (EU) 185/2010 dürfen Behältnisse mit Flüssigkeiten, Aerosolen und Gelen (LAG) und Produkte mit ähnlicher Konsistenz nur dann als Handgepäck (z. B. Zahncreme, Haargel, Getränke, Suppen, Parfum, Rasierschaum, Aerosole, Aufstriche etc.) transportiert werden, wenn sie in Behältnissen mit einem Volumen von maximal 100 ml in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren Plastikbeutel mit einem Fassungsvermögen von nicht mehr als 1 Liter, der vollständig verschlossen (manipulationssichere Verpackung) ist, transportiert werden. Jeder Fluggast darf nur einen Beutel mitführen.

Die Mitnahme von Flüssigkeiten und halbfesten Stoffen an Bord wird genehmigt, wenn diese aus medizinischen oder diätetischen Gründen an Bord benötigt werden, wie z. B. Medikamente, Insulin und Babynahrung. In jedem Fall muss der Fluggast die Echtheit der Produkte nachweisen.

Flüssigkeiten, die die folgenden Kriterien erfüllen, dürfen mit an Bord genommen werden:

  • Flüssigkeiten in Einzelbehältnissen mit einem Fassungsvermögen von nicht mehr als 100 Millilitern oder gleichwertigem Volumen in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren Plastikbeutel mit einem Fassungsvermögen von nicht mehr als 1 Liter, wobei der Beutelinhalt bequem in den vollständig geschlossenen Plastikbeutel passen muss, oder
  • Flüssigkeiten, die zur Verwendung während der Reise bestimmt sind und entweder für medizinische oder spezielle diätetische Zwecke (z. B. Babynahrung) benötigt werden. Der Fluggast muss auf Aufforderung die Echtheit der LAG, für die die Mitnahme gewährt wurde, nachweisen oder
  • Flüssigkeiten, die auf der Luftseite hinter der Stelle, an der die Bordkarten kontrolliert werden, bei einer Verkaufsstelle erworben wurden, die genehmigten Sicherheitsverfahren unterliegt, welche Teil des Flughafensicherheitsprogramms sind, unter der Bedingung, dass sich die LAG in einer manipulationssicheren Verpackung befinden und diese einen hinreichenden Nachweis über den Kauf an diesem Tag auf diesem Flughafen enthält, oder
  • Flüssigkeiten, die im Sicherheitsbereich des Flughafens bei einer Verkaufsstelle erworben wurden, die genehmigten Sicherheitsverfahren unterliegt, welche Teil des Flughafensicherheitsprogramms sind, oder
  • Flüssigkeiten, die auf einem anderen Gemeinschaftsflughafen erworben wurden, unter der Bedingung, dass sich die Flüssigkeiten in einer manipulationssicheren Verpackung befinden und einen hinreichenden Nachweis über den Kauf an diesem Tag auf der Luftseite jenes Flughafens enthalten, oder
  • Flüssigkeiten, die an Bord eines Luftfahrzeuges eines Luftfahrtunternehmens der Gemeinschaft erworben wurden, unter der Bedingung, dass sich die Flüssigkeiten in einer manipulationssicheren Verpackung befinden und einen hinreichenden Nachweis über den Kauf an diesem Tag an Bord jenes Luftfahrzeuges enthalten, oder
  • Flüssigkeiten, die an einem Flughafen in einem der Drittländer erworben wurden, die der Liste in Anhang 4-D der Verordnung 185/2010 zu entnehmen sind, sich in einer manipulationssicheren Verpackung befinden und einen hinreichenden Nachweis über den Kauf an der Luftseite innerhalb von 36 Stunden enthalten. Die hier aufgelisteten Ausnahmen gelten bis 29. April 2013.

Flyvalan verweigert das Boarding ausnahmslos und ohne finanzielle Entschädigung, wenn das Handgepäck die in diesem Absatz und die in der oben genannten Verordnung angegebenen Anforderungen nicht erfüllt.

6.9 Gepäck für Babys

Passagiere, die mit Kindern unter 2 Jahren reisen, können kostenfrei zwei Gegenstände für das Kind mitnehmen: einen Kinderwagen, einen Kindersitz oder ein Körbchen, die jeweils vollständig zusammenklappbar sein müssen. Am Flughafen können die 2 kostenfreien Gegenstände für den Flug am Gepäckabfertigungsschalter aufgegeben werden. Dieser schließt 40 Minuten vor der planmäßigen Abflugzeit. Nach der Ankunft werden die Gegenstände an den Gepäckbändern zurückgegeben.

Kinderwagen können bis zur Flugzeugtür mitgenommen werden. Sie werden dann von der Besatzung im Frachtraum verstaut und können nach der Ankunft an den Gepäckbändern wieder abgeholt werden.

6.10 Tiere

Fluggäste mit Sehbehinderung, die einen Servicehund benötigen, dürfen diesen mit an Bord nehmen, sofern das Tier angemessen gesichert ist. Der Fluggast ist für jeden Schaden, den das Tier anderen Fluggästen zufügen könnte, verantwortlich. Fluggäste, die ein solches Servicetier im Alltag benötigen, dürfen dieses ohne zusätzliche Kosten mitführen.

Während der Buchung können Fluggäste auch optional einen Transportservice für Haustiere (ausschließlich für Katzen und Hunde) kaufen. Dafür ist eine zusätzliche Gebühr zu entrichten und es gelten die folgenden Bedingungen:

  • Die Haustiere müssen in einer speziellen Transportbox, die ausreichend Luftzufuhr ermöglicht und eine undurchlässige Grundfläche hat, eingeschlossen sein. Selbst gemachte Transportboxen sind nicht akzeptabel. Wenn die Transportbox nach Ermessen des Boden- oder Flugpersonals nicht geeignet oder unsicher ist, wird die Beförderung abgelehnt.
  • Pro Fluggast darf nur ein Haustier unter Beachtung von Absatz (iii) unten mitgeführt werden. Jedes Tier muss alleine in einer Transportbox untergebracht sein.
  • Pro Flug sind höchstens zwei Tiere an Bord in der Kabine zulässig. Ist dieses Maximum erreicht, kann der Fluggast diesen Service beim Ticketkauf über das elektronische Buchungssystem nicht mehr in Anspruch nehmen.
  • Der Fluggast, der den Transportservice für ein Haustier in Anspruch nimmt, muss am Flughafen einchecken. Der Fluggast muss die maximale Check-in-Dauer, die in Abschnitt 7.1 dieser Transportbestimmungen bekannt gegeben wird, einhalten.
  • Die Transportbox darf höchstens 50 cm lang, 40 cm breit und 20 cm hoch sein.
  • Das Maximalgewicht der Transportbox (einschließlich Haustier und Zubehör) beträgt 8 kg.
  • Behältnisse mit Wasser und Futter müssen abgedeckt sein, um ein Verschütten zu vermeiden.
  • Die Box muss am Boden entweder zwischen den Beinen des Fluggastes oder unter seinem Sitz transportiert werden. Die Transportbox darf keinesfalls auf dem Sitz neben dem Fluggast transportiert werden, auch wenn dieser nicht besetzt ist. Es ist verboten, die Transportbox auf dem Schoß zu transportieren.
  • Haustiere, die für andere Fluggäste aufgrund bestimmter Eigenschaften oder Verhaltensweisen (Gestank, trächtige Tiere, mangelnde Gesundheit oder Hygiene, aggressives Verhalten etc.) störend sein könnten, werden nicht befördert.
  • Das Haustier darf zwischen dem Boarding und dem Verlassen des Flugzeuges keinesfalls aus der Transportbox genommen werden.

Der Fluggast muss sicherstellen, dass die Bestimmungen des Ziellandes die Mitnahme und Einfuhr des Haustiers in Übereinstimmungen mit der lokalen Gesetzgebung gestatten und dass das Haustier (i) die Gesundheits- und Hygieneanforderungen erfüllt und (ii) über alle erforderlichen Dokumente zum Nachweis des Besitzes und der Beförderung verfügt.

Der Fluggast ist für alle Schäden (z. B. Geldstrafen, die das Zielland auferlegt etc.) haftbar, die Flyvalan durch die Beförderung des Haustiers ohne angemessene Dokumente entstehen. Flyvalan bietet keine Beförderung von Haustieren im Frachtraum des Flugzeuges an.

Das Flugpersonal behält sich das Recht vor, den Sitzplatz von Fluggästen, die mit Haustieren reisen, zu ändern, wenn dies zur Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen erforderlich ist.

In jedem Fall hat Flyvalan das Recht, die Beförderung eines Haustieres zu verweigern, wenn dieses ein Sicherheitsrisiko an Board darstellen könnte.

6.11 Sondergepäck

Für den Transport von Sport- und Sondergepäck muss der Fluggast die besonderen Bedingungen und Tarife zum Zeitpunkt der Buchung akzeptieren.

6.12 Wert des Gepäcks

Auf ausdrücklichen Wunsch des Fluggastes stellt Flyvalan zum Zeitpunkt der Buchung des Flugtickets oder jederzeit über den Kundenservice oder bei der Gepäckaufgabe gegen Aufpreis eine Gepäck-Wertangabeerklärung (bestimmte Wertgegenstände sind ausgenommen) bereit.

6.13 Abholung und Auslieferung von Gepäck

Der Fluggast kann sein Gepäck abholen, sobald es am Bestimmungsflughafen zur Abholung an den angegebenen Punkten bereitgestellt wurde.

Um das Gepäck abzuholen, muss der Fluggast den entsprechenden Gepäckschein, den er beim Check-in erhalten hat, vorweisen. Gegebenenfalls und im Ermessen von Flyvalan muss der Fluggast, der das Gepäck abholen möchte, aber einen anderen Nachweis als den Gepäckschein erbringt, eine finanzielle Deckung oder Garantie in ausreichender Höhe leisten, um den Verlust, Schaden oder Ausgaben, die dem Luftfahrtunternehmen durch die Auslieferung entstehen könnten, zu begleichen.

Wird nach Annahme des Gepäcks durch den Eigentümer des Flugtickets nicht innerhalb eines gesetzlich festgelegten Zeitraums eine Beschwerde eingereicht, ist das einem Verzicht auf weiterführende Beschwerden gleichzusetzen.

Der Fluggast ermächtigt Flyvalan im Fall des Gepäckverlustes, selbst oder durch Dritte die erforderlichen Maßnahmen durchzuführen, um das Gepäck ausfindig zu machen. Flyvalan oder Dritte sind berechtigt, alle Gegenstände, die sich in dem Gepäckstück sowie außen auf dem Gepäckstück befinden, für die Identifikation heranzuziehen, solange die Vertraulichkeit der dadurch erlangten persönlichen Daten gegeben ist.

Wenn der Fluggast sein Gepäckstück nicht binnen 7 Tagen nach Bereitstellung zur Abholung abgeholt hat, kann das Luftfahrtunternehmen eine Gebühr von 12 EUR pro Tag für die Aufbewahrung erheben. Wenn der Fluggast das Gepäckstück nicht binnen höchstens 6 Monaten ab Bereitstellung zur Abholung abholt, ist Flyvalan dazu berechtigt, das Gepäckstück zu entsorgen, ohne dass dadurch irgendwelche Haftungen entstehen.

6.14 Recht des Luftfahrtunternehmens, die Auslieferung von Gepäck zu verweigern

Flyvalan kann die Auslieferung von Gepäckstücken an den Fluggast verzögern oder verweigern, wenn dieses verdächtig erscheint, oder auf Ersuchen eines anderen Fluggastes oder von Sicherheitskräften und -behörden des spanischen Staates oder Sicherheitsbehörden eines jeden anderen Landes. In diesem Fall muss der Fluggast alle Vorgehensweisen, die von Gesetzes wegen vorgesehen sind, bei der Abholung des Gepäcks einhalten und das Luftfahrtunternehmen trägt keine Verantwortung für daraus entstehende Verspätungen oder die Verweigerung der Auslieferung.

6.15 Anschlussflüge und Gepäck

Kauft der Fluggast zwei oder mehrere aufeinander folgende Flüge, liegt es in der Verantwortung des Fluggastes, genügend Zeit einzuplanen, um aus dem Flugzeug auszusteigen, sein Gepäck nach dem ersten Flug abzuholen, es erneut einzuchecken und die Sicherheits- und Passkontrollen zu passieren und rechtzeitig für den zweiten bzw. nächsten Flug am Flugsteig zu erscheinen. Jeder Flug stellt einen eigenen Beförderungsvertrag dar, weshalb Flyvalan nicht dafür haftet, wenn der anschlussflug versäumt wird.